2009

ANDACHT: ADVENTSKERZEN

Andacht: ADVENTSKERZEN

Die Adventswochen und die Weihnachtstage sind vom Licht geprägte Zeiten. Die dunkle Jahreszeit bringt uns lange Nächte und legt sich für manche finster auf die Seele. Da hilft Licht. Schon in alter Zeit zündeten die Menschen Fackeln und Freudenfeuer an, feierten in den dunklen Wochen Lichtfeste und Sonnenwende.

Brennende Holzhaufen und fliegende Funkengarben nahmen dem Dunkel die Angst machende Kraft. In den Stuben wurden Talglichter angezündet.

Heute haben wir allerorten elektrische Beleuchtung. Doch diesen Wochen werden viele zusätzlich Lichtleisten und Lampenketten leuchten lassen. Manche Häuser und Straßen sind in einen gleißenden Lichtglanz gekleidet. Manches erscheint schon übertrieben. Aber es ist unser Sehnen nach Helligkeit gegen die Finsternis. Freilich, auch tausend Mal tausend Lampen können uns nicht jenes Lebenslicht geben, das im Herzen leuchtet. Der alt gewordene König David bekennt:  „Ja, du, HERR, bist meine Leuchte; der HERR macht meine Finsternis licht.“ (2..Samuel 22,29).

David war keine Lichtgestalt auf dem Thron und kein Glaubensheld. Das erzählt die Bibel. Aber er war ein Mann, der gerade in dunklen Lebensphasen Gottes Nähe suchte. Als ihn Schuld nach unten drückte, blickte er auf zu Gott. Bis zur Stunde bekennen Menschen, dass sie in Notzeiten und Lebenskrisen, im Alter und in Einsamkeit die Hilfe Gottes erlebten. Er setzt sein Licht gegen alle Dunkelheit. Gott kam selbst zur Welt. Adventskerzen leuchten schon in die Weihnacht.
Eine gute Nachricht in dieser Zeit.

Gesegnete Zeit
Egmond Prill

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