2009

ANDACHT: DANKTAG

Andacht: DanktagFrühling, Sommer, Herbst und Winter. Jedes Jahr gibt es das gleiche Programm. Und jedes Jahr gibt es die gleiche Frage: Wie wird die Ernte werden? Zugegeben: Weizen kommt auch aus Amerika, Tomaten kaufen wir aus Spanien und Äpfel wachsen in Tirol. Aber auch dort geht es um eine prächtige Ernte oder das Gegenteil. Im Kalender steht ein Sonntag „Erntedank“, der uns daran erinnert, dass unsere Lebensmittel auf Feldern und Bäumen wachsen. Gott ist es, der Brot aus der Erde hervorbringt. Wir müssen uns nicht vor Hungersnöten fürchten. Aber manche reiben sich schon die Augen, wenn sie sehen, wie in den letzten Jahren Brot, Brokkoli und Blumenkohl teurer wurden. Seit in Massen Mais vergoren und verfeuert wird, aus Weizen in großem Stil Bio-Benzin statt Brot gemacht wird, steigen die Preise. Der Markt für alles, was wir essen, ist ein kompliziertes Gefüge und das Wetter mit Sonne und Regen ist es nach wie vor auch. Ein Beter in der Bibel bekennt:

„Es warten alle auf dich, dass du ihnen Speise gebest zur rechten Zeit. Wenn du ihnen gibst, so sammeln sie; wenn du deine Hand auftust, so werden sie mit Gutem gesättigt. Verbirgst du dein Angesicht, so erschrecken sie; nimmst du weg ihren Odem, so vergehen sie und werden wieder Staub.“ (Psalm 104,27-29).

Schön mit Früchten und Blumen bedeckte Altäre, Gebete und Gottesdienste sind Zeichen unserer Ehrfurcht vor dem Schöpfer. Mit dem Danken für den gefüllten Tisch kommen die Gedanken an jene, die weniger haben. Die dürfen wir nicht vergessen.

Gesegnete Zeit
Egmond Prill

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